Wir erarbeiten derzeit texturale Serien. Die Inszenierung von Text jenseits des reinen Texts.

Ich verstehe unter Literatur nicht einen Korpus oder eine Folge von Werken, auch nicht einen Sektor des Umgangs oder des Unterrichts, sondern den komplexen Graph der Spuren einer Praxis: der Praxis des Schreibens. Ich habe also bei ihr im wesentlichen den Text im Auge, das heißt das Gewebe [von Zeichen], das von dem Werk gebildet wird, weil der Text das Zutagetreten der Sprache ist und weil die Sprache in ihrem Inneren selbst bekämpft und umgelenkt werden muß: nicht durch die Botschaft, deren Instrument sie ist, sondern durch das Spiel der Wörter, für das sie die Bühne abgibt. Ich kann also unterschiedslos sagen: Literatur, Schreibweise oder Text.
— Roland Barthes (Antrittsvorlesung im Collège de France)