EPISODE VI

Zerstören und Verwalten mit Juan S. Guse

Gespräch: Clara Neubert
Tonale Inszenierung: Florian Liewald

Hängen wir nur lang genug einem Gedank­en nach, wird er irgend­wann absurd. Die Unendlich­keit creept in das Denken rein, nennt das Juan S. Guse, während wir auf den seltsam royalen Park­alleen Hannov­ers gehen, die ihr eigen­es Ende unserem Blick vorent­halten. Wir orient­ieren uns mit dem Schrift­steller Daniil Charms:
Und unsere Vor­stellung von der unend­lichen Geraden – ist eine falsche Vor­stellung. Unendlich­keit in zwei Richt­ungen, zum Anfang und zum Ende hin, ist so un­erreichbar, dass sie uns nicht einmal be­schäftigt, uns nicht als ein Wun­der vor­kommt und, sogar mehr noch, für uns nicht exist­iert. Doch Unendlich­keit in eine Richt­ung, die einen Anfang hat, aber kein Ende, oder die ein Ende hat, aber keinen An­fang, solch eine Unendlich­keit erschüttert uns.

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Juan S. Guse, 1989 geboren, ist ein deut­scher Schrift­steller. Er stu­dierte Literatur­wissen­schaften und Soziologie in Hil­des­heim und Hannover. Sein Debüt­roman Lärm und Wälder er­schien 2015, vier Jahre später er­schien Miami Punk. Nach dem Fellow­ship der Villa Aurora und einem Aufent­halt in New York lebt Juan S. Guse in Hannover, wo er an der Leibniz-Uni­versität im Bereich der Arbeits- und Orga­nisations­sozio­logie promo­viert.

Wir sprachen mit Juan S. Guse am 19. Juli 2020 in Hannover.

Redaktion: Max Farr, Konstantin Schönfelder, Holm-Uwe Burgemann
Produktion: Florian Liewald
Cover: Daniel Zenker
Stimme: Nico Handwerker

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Zerstören und Verwalten mit Juan S. Guse

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