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#50 Martin Amis: Im Vulkan

So schreibt Amis: beißend, witzig, ironisch, gezielt übertrieben. Er traut sich selbst Einblicke in und Behauptungen über das Innenleben seiner Gegenstände zu, vor denen andere Reporter zurückschrecken. Er bewahrt sich auch bei Reportagen, Rezensionen, Reiseberichten und anderen Sachtexten eine großzügig ausgelegte Freiheit, die er aus seiner Haupttätigkeit als Romancier gewohnt ist. Auf die Spitze treibt er es bei seinem Reisebericht über die sogenannte Flüchtlingskrise in Deutschland. Er entschied sich in »Oktober« dazu, keinen Essay zu schreiben, sondern seine Geschichte über die Krise als Story zu veröffentlichen. Aus der Erzählperspektive eines fiktiven Autors schildert er die von der Flüchtlingskrise direkt oder indirekt berührten (und ebenso fiktiven) Schicksale.