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Kerstin Preiwuß

»Rede« kann eine Aufforderung sein – oder auch auf das hindeuten, was hinter dem Sprechakt der Rede steckt, wie sich eine Rede vollzieht. Das ist ein erster Moment der Verwandlung. Die Gedanken übersetzen sich in Sprache. Ganz, als müssten sie durch ein Nadelöhr durch. Dichtung ist: sagen. Das ist ein spannendes Verb. Was heißt das? Es ist noch nicht: eine Aussage treffen. Es ist aber rhythmischer und strukturierter als »sprechen«.

Insa Wilke

Ich fühle mich den Autorinnen und Autoren, vor allem ihren Texten gegenüber verantwortlich. Der Literatur, die sich ernsthaft existenziellen Fragen aussetzt, als auch derjenigen, die Sprache nicht als Mittel zum Zweck einsetzt. Mich erschreckt, dass diese Literatur bedroht ist und ich das Gefühl habe, ihr Existenzrecht wird bezweifelt.

Sebastian Guggolz

Ich kann meinen Verlag als Erfolgsgeschichte erzählen. Mittlerweile bin ich angekommen. Ich kann weiterhin Bücher machen. Die Leute erkennen heute, was ich mache. Es hat gedauert, bis ich von jenen, die ich bewundere, als das angesprochen wurde, was ich bin. Wenn sich die Leute nun heute immer noch wundern, kratzt mich das nicht. Sie können sich ja wundern.