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Insa Wilke

Ich fühle mich den Autorinnen und Autoren, vor allem ihren Texten gegenüber verantwortlich. Der Literatur, die sich ernsthaft existenziellen Fragen aussetzt, als auch derjenigen, die Sprache nicht als Mittel zum Zweck einsetzt. Mich erschreckt, dass diese Literatur bedroht ist und ich das Gefühl habe, ihr Existenzrecht wird bezweifelt.

Fabian Saul

Die Abwesenheit muss benannt werden. Dinge, die nicht sichtbar sind, werden es in der Benennung. Es geht nicht um ein mapping, eine Kartographierung – dass man die Dinge so arrangieren müsste, wie sie meiner Vorstellung entsprechen. Es geht um eine Anhäufung von Material. Ich bin wie ein Bildhauer, der zunächst das Material zusammenfügt und dann nur noch wegnimmt. Es geht also um das Verschwinden. Wir enden immer wieder an den Enden der Stadt, in ihren Kerben, in ihren Falten.