S1-E1 Rettung ins Unbekannte

In der Finsternis findet ein Kind keine Ruhe. Mit offenen Augen vermag es nichts zu sehen. Diese Machtlosigkeit ist ihm unerträglich, es regt sich auf. Im Schlaf findet es aber das Licht wieder. Im Traum kennt seine Macht keine Grenzen.

S1-E1 Eine Handbreit Abstand

Es gäbe so manch eine und einen, für die das Denken gerade dort anfängt, wo es für Paul Valéry aufhört. In der Betrachtung des Unbekannten. Gerade im Bestimmten, so würden sie sagen, ist das Denken doch kein Denken mehr, sondern nur noch ein festgestellter, toter Wissensbegriff.

S1-E1 Politik der Hoffnung

Hoffnung zuzugestehen, sie mit erleichtertem Wohlwollen anzuerkennen, wo wir Menschen leiden sehen, ist nicht schwer. Im Gegenteil. Sie entlastet von der politischen Aufgabe, für gleiche gerechte Teilhabe, Ansprüche und Interessen einzustehen.

S1-E1 Geflüchtet in Sprachlosigkeit

Vielleicht muss etwas in der Biographie geschehen, etwas geschehen sein, bevor Valérys Sätze wahr werden können. Etwas, das mir die Fähigkeit raubt — nein: die Möglichkeit, das Bekannte weiterhin als einen harmonischen Zustand wahrzunehmen. Etwas, das es mir verunmöglicht, in dieser Welt des Bestimmten zu bleiben.