#7 TROPEN-TRAILER

Juni 2019 | Tropen Verlag, Klett-Cotta

existieren ist wie trinken ohne Durst. (Annie Ernaux)

Prä|Position hat einen Trailer für den Tropen Verlag (Klett-Cotta) produziert. In einer Kreuzberger Bushaltestelle haben wir dazu im Anschluss an die Read Parade 2019 mit Tom Kraushaar, Wolfram Eilenberger, Juliane Noßack, Thomas Palzer, Simon Strauß und Karin Graf gesprochen.


#6 Prä|Position IST Zeitschrift des Monats

Mai 2019 | Signaturen. Forum für Autonome Poesie

Mit der Gründung von Literaturzeitschriften ist immer auch ein Akt der Selbsterhöhung verbunden – in prominent gewordenen Fällen auch ein Manifest des ästhetischen Größenwahns. (Michael Braun)



Gemeinsam mit der Sinn und Form ist Prä|Position die »Zeitschrift des Monats« des Literaturkritikers Michael Braun (Alfred-Kerr-Preis 2018). In seiner Signaturen-Kolumne spricht er insbesondere von unseren »opulent und nicht ganz uneitel inszenierten Gesprächen« mit Peter Trawny (#2) und Insa Wilke (#5). Das Kurzportrait in Gänze hier.


#5 Arbeit an Europa in Amsterdam / FUTURE

12.–14. April 2019 | deBALIE, Amsterdam

Wenn ich nicht gehe, kann der Gedanke des Gehens nicht vorübergehend sein. (Kurt Drawert)

Diesen Trailer paneuropäischen Sprechens entlang des schematischen Begriffs der Zukunft haben wir für die Amsterdam-Ausgabe von Arbeit an Europa in Kooperation mit dem dortigen Goethe-Institut und deBALIE produziert. Entlang von Begriffen wie Imagination, Polarity oder Contingency arbeiten Kiza Magendane, Tamar de Waal, Simon Strauß, Anne-Marjin Epker, Tom Müller, Laurens Dassen, Katie Digan und Bastian Rijpkema an den Texturen Europas.


#4 Résistance-Residency

04.–26. März 2019 | Château d'Orion, Südfrankreich

Das Denken ist niemals seiner Zeit verhaftet und kann daher auch nicht verfallen. Das Denken muss nicht neu sein, wenn es echt sein und etwas bewirken will. (Ingeborg Bachmann – antipodisch)

Prä|Position wurde zur einmonatigen Résistance-Residency auf das Château d’Orion eingeladen. Die Herausgeber Holm-Uwe Burgemann und Konstantin Schönfelder erarbeiteten in der Abgeschiedenheit des französischen Béarn ein neues Programm für die Inszenierung von Gegenwartstexten. Unter dem Titel »Texturen der Gegenwart« werden wir das Projekt in der Zukunft profilieren.

»Die Texte der Gegenwart kommen allesamt und jeder für sich vom Rand her, denn sie kommen aus einer anderen als der herrschenden Zeit. Sie sind, solange sie widerspenstig sind, Randerscheinungen. Solange sie zum Widerspruch gegen ein Bestehendes einladen, also noch nicht im selbigen aufgegangen sind, sind sie Mittel eines Gegenwärts – gegen das, was passiert. Sie sind als Texte der Gegenwart alternative Narrationen von Realität. Eine Menge voneinander getrennt geschriebener Erzählungen, die gegen die Geschichte deshalb stehen, weil die Geschichte, wie sie im Singular benutzt wird, immer die herrschende Geschichte ist, die herauszufordern Aufgabe der Autor:innen der Gegenwart ist.«

Das neue Programm steht auf unserer Website. Eine ausführlichere Variante, aus der dieser Auszug stammt, hier.

In den kommenden Monaten widmen wir uns der neu benannten Gesprächsreihe »vor|zeichen«, in der wir die Protagonist:innen der Gegenwart in Werk-Gesprächen portraitieren, und dem Aufbau kuratierter Text-Reihen für Prosa und Lyrik. Im Sommer wird ein Publikationsprojekt mit Kreatives Unternehmertum Gestalt annehmen. Auf lange Sicht steht eine trans-medial produzierte Veranstaltungsreihe mit Orten der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur auf der Agenda. Alles weitere: tba.

 

Château d’Orion, nördlich der Pyrenäen

 
 

Bericht am Feuer: von analogen und außer-analogen Welten

 

 
 

#3 Fokus Lyrik: Festivalkongress

7.–10. März 2019 | Frankfurt am Main

Wer Mensch sagt, sagt Gesellschaft; und wer Gesellschaft sagt, sagt Sprache. (Monika Rinck zur Eröffnung, eine Lévi-Strauss-Variation)

Fokus Lyrik

Eingeladen von Mathias Zeiske (HKW/Edit) besuchte Holm-Uwe Burgemann den Festivalkongress Fokus Lyrik und diskutierte an einem Roundtable zu den Perspektiven des Non-Profit-Publishing deutschsprachiger Literatur im analogen und digitalen Raum.

Die »Frankfurter Positionen zur Lage und Zukunft der Lyrik«, die als Ergebnis aller Roundtables veröffentlicht wurden, finden sich hier.

»pardon et al« © Simone Kornappel


#2 Heidelberger Literatur- und Philosophiekonferenz

30. November – 2. Dezember 2018 | Heidelberg

To perceive, in the darkness of the present, this light that strives to reach us but cannot – this is what it means to be contemporary. (Giorgio Agamben)

Ausgehend von unserer Arbeit zum Begriff der Gegenwartsliteratur hielt Holm-Uwe Burgemann einen Eröffnungsvortrag zur Zeitgenossenschaft (»Das Kon-temporäre der Literatur«) und gab einen Workshop zum angemessenen Umgang mit dem politischen Anderen.

Inhalt und Literatur des Workshops, finden sich hier.

In der Hand, unser Gründungswerk: Roger Willemsens Figuren der Willkür

Diskutiert wurden Bücher von Chantal Mouffe und Daniel-Pascal Zorn


#1 Denkwoche »Ich bin ein Schriftsteller ohne Sprache« mit senthuran varatharajah

15.–21. Juli 2018 | Château d'Orion, Südfrankreich

Das Zimmer ist leer, das ist seine Haupteigenschaft. (Maurice Blanchot)

Gemeinsam mit Schriftsteller Senthuran Varatharajah (Vor der Zunahme der ZeichenS. Fischer 2016) sprachen die Teilnehmer:innen der Denkwoche, Holm-Uwe Burgemann und Konstantin Schönfelder eine Woche lang über Anfang und Ende von Sprache, den Raum der Sprache, die Identität durch Sprache und den politischen Gebrauch und Missbrauch von Sprache in der jüngsten Geschichte. Als Suche nach den Wegen/Irrwegen/Umwegen des Sprechens und Schreibens war diese Denkwoche der Pilot eines außer-akademischen Gesprächsformats, das eine kritische Retrospektive der Gegenwart im Schatten der Pyrenäen und am Rand der Gesellschaft möglich machen soll.

Die Denkwoche war das erste gemeinsame Projekt mit der Denkagentur Château d'Orion.

 
 
 

Senthuran Varatharajah und Elke Jeanrond-Premauer über die Denkwoche: